Aktuelles

Moro hat es leider nicht geschafft. Flyer dürfen abgemacht werden.

Wo Worte fehlen,das Unbeschreibliche zu beschreiben,wo die Augen versagen,das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.

Lieber Moro,
leider ist es nun Gewissheit, du bist über die Regenbogenbrücke gegangen. Am 19.4.2018 wollten wir nur das Beste für dich, du durftest zu einem Probetag bei Interessenten gehen.
Hätten wir geahnt, dass man dich trotz unserer Bitte und dem Hinweis es nicht zu tun, von der Leine lässt, weil man gemeint hat aus dem Garten ist noch nie ein Hund entlaufen, hätten wir dich nicht für eine Minute weg gegeben. Wir wollen auf diese Situation nicht weiter eingehen, weil wir mehr als fassungslos sind!

Einen Monat lang haben wir dich Tag und Nacht gesucht. Es haben viele liebe Menschen Anteil genommen und alles in ihrer Macht stehende getan, um dich zu sichern.
Du bist über 200 km gelaufen und wurdest fast immer als der kleine, rennende Hund beschrieben. Du hast in der Zeit kaum Rast eingelegt und warst du eine Stunde zuvor noch in einem Ort, wurdest du eine Stunde danach schon wieder 10 Kilometer weiter gesehen. Es wurden über tausend Flyer gedruckt und aufgehängt, viele Kilometer mit vielen Autos gefahren und unzählige Stunden auch in den Nächten damit verbracht, um deine Sicherung zu ermöglichen.
Zig Futterstellen haben wir dir eingerichtet, in der Hoffnung wir könnten dich sesshaft machen. Wir haben eine Lebendfalle geliehen, da wir diese sofort aufgestellt hätten um dich zu sichern.

Viele Institutionen waren an unserer Seite und wollten nur dass du wieder sicher bist. Danke an die vielen Polizeistationen, an die Revierförster und Jäger, die uns immer geholfen und informiert haben.
Danke an die Gassigeher vom Tierheim Stuttgart, die ausgeschwärmt sind und geflyert haben. Danke an die vielen fremden Menschen in allen Orten, die sofort angerufen haben um Sichtungen zu melden, denen Moros Schicksal nicht egal war und die auch ohne neue Sichtung angerufen haben, voller Sorge ob der kleine, schwarze Hund endlich wieder zuhause ist.
Ob Tierheime im Umkreis oder ehrenamtliche Hunderettungsorganisationen, alle haben Hilfe angeboten und uns für dich mit Rat und Tat unterstützt! Wir können namentlich nicht alle Menschen und Orgas nennen, wir sind aber jedem Menschen sehr dankbar über seine Hilfsbereitschaft, Engagement und sein großes Herz.

Fast genau einen Monat nach deinem Entlaufen haben wir nun die bittere Gewissheit. Du bist deiner absoluten Furchtlosigkeit vor Autos und dem Verkehr, zum Opfer gefallen.

Wir können nicht in Worte fassen was wir fühlen. Wir sind traurig und fassungslos, dass man nicht auf unsere Bitten gehört hat. Letztendlich musstest du dies mit deinem kleinen Leben bezahlen.

Moro, wir werden dich nie vergessen, in unseren Herzen hast du deinen festen Platz!

Run free kleiner Moro -
deine Pfleger aus dem H2, deine Tierheimmitarbeiter, Gassigeher und Helfer
14. Mai 2018

Igel im Frühjahr

Achtung:

Für in menschlicher Obhut überwinterte Igel gilt: Aussetzen erst dann, wenn die Nachttemperaturen +8° nicht mehr unterschreiten Die Natur muß ausreichend Unterschlüpfe bieten und die Insekten müssen als Futter für die Igel reichlich vorhanden sein. Man sollte sich nicht täuschen. Im Freien überwinterte Igel werden schon gesichtet. Dennoch ist es für unsere Schützlinge noch zu früh!!!!!! Noch fehlen ihnen ihre Unterschlüpfe u. sicheren Futterquellen, die sie sich erst wieder erarbeiten müssen.

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte...

... und die alljährlichen Igelprobleme beginnen aufs Neue. In diesem Jahr war es so recht gar kein Winter. Die ersten Igel sind schon aus dem Winterschlaf erwacht- Es sind in der Regel Männchen. Sie haben es noch schwer, denn als Insektenfresser finden sie jetzt noch keine ausreichende Nahrung. Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf, der ja kein Schlaf in unserem Sinne ist, braucht der Igel zunächst einmal seine Ruhe, um sich wieder an die aktive Phase zu gewöhnen. Das Herz schlägt wieder schneller, die Körpertemperatur steigt an, die Atmung wird tiefer und schneller. Die Speckschicht ist dahin geschmolzen und der Stachelbalg schlottert ihm um den
mageren Körper.

 

Essen, Trinken und ...

Die ersten Schritte sind nach den Stunden des Aufwachprozessen wackelig und langsam. Jetzt braucht unser stacheliger Freund erst mal Wasser, egal, ob aus der Pfütze, dem Bächlein oder auch den Tau von Pflanzen und Gräsern. Dann begibt sich der wandelnde Kaktus auf Futtersuche. Igel haben kein Revierverhalten, wie viele andere Tiere und sie jagen auch nicht Es ist ein Suchen und Finden der Nahrung. Der Igel, als dämmerung- und nachtaktives Tier hat kein
besonders gutes Sehvermögen, aber er hört und riecht ausgezeichnet und so findet er seine Nahrung. Auf der Nahrungssuche muss er noch weite Strecken zurück legen. Die Gefahr ist daher groß, von einem Auto erwischt zu werden.

 

...Partnersuche

Das Gleiche gilt für die bald beginnende Partnersuche. Schon liegen die ersten Kandidaten wieder platt gefahren auf den Straßen. Bei angepasster Fahrweise wären viele Tieropfer zu vermeiden. Dem Igel hilft sein angeborenes Verhalten - einrollen und abwarten bis die Gefahr vorbei ist -gar nicht, wenn ein Auto im Spiel ist. Und ein toter Igel lernt nicht mehr. Dennoch, so scheint es manchmal, daß einige Igel einen Lernprozess durchmachen. Manche schätzen ab, ob nun das rasche Weglaufen oder das Einrollen das Überleben sichert.

 

Gefährdeter Lebensraum - Verletzungen...

Der Igel, als Kulturfolger des Menschen, hat in unserem Umfeld leider nicht das Paradies gefunden. Jetzt werden die Gärten wieder fein gemacht. Altes Gesträuch wird entfernt und damit mancher Igelunterschlupf. Schadhafte Zäune werden ausgebessert und damit manchem Igel der Weg in bessere Nahrungsgründe versperrt. Aber auch beim Kompostumsetzen wird in den Haufen hinein gestochen und den einen oder anderen Igel erwischt es böse Besonders, wenn unachtsam mit Fadenmähern u. Tellersensen z. B. unter Büschen gearbeitet wird. Da der Igel in Bodennähe lebt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sich Wunden infizieren und,besonders wenn es wärmer wird, dass Fliegen ihre Eier in die infizierten Wunden legen. Die rasch schlüpfenden Maden fressen den Igel bei lebendigem Leibe. Sie sehen, nicht nur im Herbst und bei den berühmten "Unter-600g-Körpergewicht" brauchen Igel Hilfe.
 Mit Achtsamkeit können wir erreichen, dass viel weniger Tiere zu Opfern unseres Handelns werden. Die beste Hilfe für Igel ist natürlich, ihnen einen Lebensraum zu lassen oder zu bereiten, wo sie sich satt fressen und ihre Jungen großziehen können; wo sie sich ungefährdet zum Ruhen in ihre selbst gewählten Unterschlüpfen zurückziehen können. Hilfe ist auch, Gefahren zu erkennen und abzuwenden. Wenn menschliche Hilfe bei Krankheit oder Verletzung unumgänglich ist, dann sollte sie unbedingt sachkundig sein.
Das Gleiche gilt für die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge, die ab Ende Mai, Anfang Juni bis in den September hinein, zu erwarten sind. Das ist landschafts- und witterungsgebunden unterschiedlich.

 

...fehlende Nahrung...

Wir haben es uns leider gedankenlos zur Gewohnheit gemacht, so genannte Unkräuter mit Stumpf und Stiel auszurotten und dafür Pflanzen einzusetzen, die uns gefallen, die bei uns gedeihen, die aber oft von weit her kommen. Aber: Die heimischen Pflanzen sind die Kinderstube der heimischen Insekten = Igelnahrung. Fehlen sie, fehlen Arten und das bedeutet eine Reduzierung der Nahrungsvielfalt für den Igel. Die eingebürgerten, für uns sehr schönen Pflanzen, bieten der heimischen Insektenwelt weder Nahrung noch Kinderstube.
So verringern wir alljährlich die Artenvielfalt in unserem Umfeld etwas mehr. Dazu kommt noch die Verletzungsgefahr der Igel durch Gartengeräte, besonders so genannte Rasentrimmer, die gedankenlos eingesetzt werden unter überhängendem Strauchwerk, Büschen etc.

 

... Gefahr durch Gift und Gartenteich

Und dann geht es auch schon wieder los mit der Giftspritze. Alle Nahrungstiere des Igels werden vernichtet, die vergifteten, leicht zu erhaschenden Tiere belasten auch den Organismus des Igels.
In manchen Gärten wird an einem Platz Unrat aus dem Garten aufgehäuft und schließlich ohne großes Nachdenken angezündet und verbrannt. So mancher Igel verbrennt mit. Wer sich jemals verbrannt hat, weiß, wie weh es tut. Schlimm sind auch die mancherorts als Brauchtum gepflegten Riesen –Osterfeuer.

Noch immer sind viele unserer so beliebten Gartenteiche Todesfallen für Igel, wenn die Seiten steil und ohne Ausstiegshilfen sind. Igel können zwar schwimmen, aber sie erschöpfen sich leicht und müssen dann ertrinken. Nicht zugedeckte Kellerschächte oder andere diverse Gruben wurden schon so manchem Tier zum Verhängnis.

Igel leben nachweislich seit der Kreidezeit auf diesem Planeten. Bemühen wir uns alle darum, dass uns der kleine sympathische nachtaktive Kobold noch lange erhalten bleibt. Ich hoffe, daß Sie alle mit Wohlwollen, offenen Auges und wachen Sinnes auch für die kleinen stacheligen Sympathieträger durch das Jahr gehen.

 

Igel gefunden - und nun?

Jetzt rennen sie wieder - eigentlich in der Dämmerung und nachts, sowie im Morgengrauen - die Igel. Schon wieder finden wir angefahrene oder überfahrene Igel an den Straßenrändern, aber auch durch Gartengeräte verletzte oder kranke Tiere. Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht und sind damit beschäftigt, ihre verlorenen Fettreserven wieder aufzufüllen und natürlich - einen Partner/Partnerin zu finden. Leider ist unser Umfeld, in dem die Igel als Kulturfolger leben müssen, weil ihre angestammten
Lebensräume weitestgehend zerstört und verändert sowie von Straßen durchzogen sind, nicht mehr igelfreundlich. Bei angemessener Fahrweise müßten nicht so viele Igel ihr Leben auf der Straße lassen. Manchmal sind sie nur verletzt u. benommen u. sterben hinterher, weil niemand hilft. Nehmen wir einen verletzten Igel auf, braucht er tierärztliche Hilfe, denn die Verletzungen infizieren sich, eitern, Fliegen setzen sich darauf und legen ihre Eier ab. Die Maden fressen zwar  zuerst das infizierte Gewebe und die Absonderungen, aber alles was frißt, scheidet auch aus und das wieder ist für die Igel gefährlich - giftig.
Also - Igel umgehend vom Tierarzt behandeln lassen oder in einer qualifizierten Igelstation.


Pflege

Pflegen kann man das Tier auch zuhause. Dazu bekommt es eine große Kiste - wenn es geht 1 1/2 qm groß -, die mit Zeitung ausgelegt ist. Dazu braucht der Igel ein kleines Schlafhaus mit einem etwa 10x10 cm großen Einschlupfloch, ausgelegt mit Zeitung u. angefüllt mit Knüllpapier oder Haushaltsrollenpapier. Blumenuntersetzer aus Ton, glasiert, eignen sich hervorragend als Trink-u. Fressschälchen. Wasser muß immer zur Verfügung stehen. Als Futter eignen sich einfach in Wasser gekochte. Hühnerflügel, gekochtes Geflügelfleisch mit etwas Kleie. In der Pfanne gestocktes frisches Tartar,
Katzenfutter mit ein paar Tropfen Maiskeimöl und etwas Kleie als Ballaststoff. Auch ungesalzenes Rührei ist als Futter geeignet.

Igel sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser – also keinen Salat, keine Banane oder Nüsse füttern.
Kann das Tier nicht selbstständig fressen, wird die Nahrung so stark zerkleinert, daß sie mit einer Spritze aufgezogen werden kann und man nimmt das Tierchen in Rückenlage in die Hand u. sucht
mit dem Konus der Spritze das Mäulchen und gibt die Nahrung sehr langsam hinein. Bitte darauf achten, ob der Igel schluckt.
 Die Nahrung wird bei sehr geschwächten Tieren früh morgens u. abends gereicht. Die Anweisungen der Tierärzte oder Igelstation sind zu beachten auch  bzgl. Medikamenteneingabe, Bäder, etc. wenn der Igel nicht ständig transportiert u. damit gestresst werden soll.

Häufig findet man jetzt auch am Tag Igel, die ungeschützt in der Sonne liegen oder auf wackeligen Beinchen umherlaufen.

 

Ist der gefundene Igel pflegebedürftig?

Am Tag gefundene Igel sollten uns immer aufmerksam machen, denn der Igel ist von Natur aus ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Selten ist der Grund für die Sichtung am Tage eine Störung im Schlafnest. Meist ist es eine bakterielle Erkrankung in Folge einer starken Verwurmung. Die Igel wirken mager, walzenförmig, ihre Augen sind keine hervorstehenden halbkugelförmigen schwarzen Knöpfchen, sie sind eher schlitzförmig oder gar nicht geöffnet und tiefliegend. Es kann sein, daß der Igel am Tag sehr unruhig herumläuft. Seine Hinterlassenschaft ist kein braunes festes
Würstchen, sondern grünschleimig, manchmal blutig.

Achtung: Igel leben am Boden, also im Dreck. Krankheitsereger, die den Igel schwächen, können auf Menschen übertragen werden, z. B. Eitererreger und Salmonellen, etc. Mit ausreichender Hygiene - Händewaschen mit Seife u.Nutzung von Handschuhen im Umgang mit den Tieren, sowie Sauberhaltung der Gehege und Näpfe besteht für den Menschen keine Gefahr! Für die Unterbringung der kranken Igel gilt das Gleiche wie für verletzte Igel, auch was über die Fütterung gesagt wurde.

Aber: Ein scheinbar unterernährter Igel ist in der Regel krank.
Krankheit mit Futter u. Unterbringung heilen zu wollen ist illusorisch.
Die Tiere werden so einfach mit Liebe zu Tode gequält. Kranke Tiere brauchen tierärztliche Behandlung. Das heißt - zunächst einmal die Infektion behandeln, den Igel stabilisieren. Eine Kotuntersuchung zur Bestimmung der Parasitenarten ist zwingend erforderlich. Erst wenn der Igel stabil ist und frißt, darf entwurmt werden. Wurmmedikamente sollen den Wurm im Inneren des Igels umbringen und belasten auch den Igel, Ein kranker schwacher Igel kann daran sterben.

 

Noch ein Hinweis:

Kranke und verletzte Tiere brauchen nicht nur im Herbst unsere Hilfe,
sondern ganzjährig. Die berühmten 600 g im Herbst beziehen sich nur auf Tiere, die evtl. spät geboren sind und bei Frosteinbruch noch mit einem Gewicht von unter 600 g herumlaufen. Auch sie sind in der Regel nicht einfach unterernährt, sondern verwurmt und krank, weil sie nicht mehr die geeignete Nahrung in ausreichender Menge fanden und letztendlich nur noch Würmer und Schnecken aufnahmen, die Zwischenwirte ihrer Innenparasiten.

Igelbabys - noch ist es nicht so weit, ab Juni muß man damit rechnen!

Wenn Igelbabys gefunden werden (zu erwarten zwischen Juni und September je nach Region ): Fühlt sich das Tierchen kühl an - auf ein Tuch legen, handwarme Wärmflasche darunter u. locker zudecken
(kein Rotlicht oder Heizkissen, weil das austrocknet.)

Mit einer Pipette oder Spritze ohne Nadel handwarmen
Fencheltee tropfenweise ins Mäulchen geben. Darauf achten, daß das Tierchen schluckt. Schnellstens Kontakt mit einer qualifizierten Igelstation aufnehmen! Kein Versuch mit irgendeiner Milch - das führt zu Ernährungsstörungen, die tödlich ausgehen. Igel sind Säugetiere das heißt - sie brauchen in der frühen Zeit ihres Lebens die Milch ihrer Mutter. Wenn die Mutter aber unauffindbar ist, müssen sie mit einer speziellen, verträglichen Milch ernährt werden, die der Muttermilch ähnlich gemacht wird. Dazu muss man wissen, wie alt etwa das Tierchen ist, um sagen zu können, wieviel Milch zu vievielen Mahlzeiten gegeben werden muß, wann man mit Zusatznahrung anfängt und was ganz wichtig ist: nach der Fütterung ist das "Toiletting", also das Ermöglichen von Ausscheidungen überlebenswichtig!

Igel dürfen als Futter keine Milch bekommen - sie vertragen sie nicht,
sondern reagieren mit tödlichen Durchfällen (sie schlecken sie gern, weil sie süßlich ist. Leider wird ihnen von Menschen in guter Absicht noch immer Milch gereicht ! )

Als Säugetiere brauchen aber Igelbabies bis zu einem gewissen Alter die Muttermilch, bzw. eine der Muttermilch ähnlich gemachte Ersatzmilch.

 

Hinweis:

Unter www.pro-Igel.de gibt es einen Hinweis auf Merkblätter. Eines davon hat das Thema Aufzucht von Igelsäuglingen. Man kann es mit einem Doppelklick öffnen und wertvolle Hinweise finden. Das gleiche gilt zu allen hier besprochenen Themen.


 
 

 
 

Stammtisch

Nicht nur für Mitglieder des Fördervereins sondern auch für Freunde des TPN und Interessierte wird wieder ein Stammtisch statt finden. So gibt es die Möglichkeit, sich kennen zu lernen, sich auszutauschen oder auch Aktivitäten zu planen.
 

Der nächste Stammtisch findet statt am

 

(wird rechtzeitig bekannt gegeben)

 

 

 

Infostände auf dem  Wochenmarkt

An folgenden Samstagen im Jahr 2018 ist das TPN mit einem Info-Stand auf dem Backnanger Wochenmarkt vertreten:

 

          Samstag   5. Mai    2018

          Samstag 16. Juni   2018

          Samstag 28. Juli    2018

          Samstag 15. Sept. 2018

 

Kuchenspenden sind sehr willkommen

mit der Bitte, den Förderverein unter foerderverein-tpnbk@online.de

im Voraus darüber zu informieren

                                     TASSO-Newsletter

 
Benny im Backofen – Wenn „nur mal kurz“ schon zu lang ist

 
Das Auto rollt auf den Parkplatz, Herrchen kurbelt die Fenster ein wenig herunter, steigt aus, schließt die Türen und geht in Richtung Supermarkt. Der kleine Mischlingshund Benny blickt ihm kurz hinterher und legt sich geduldig hin. Es ist angenehm warm an diesem Tag. Noch nicht zu heiß. Im Inneren des Autos ist es sogar noch etwas kühl, weil bis eben die Klimaautomatik dafür zuständig war, die Temperatur konstant zu halten.

Die Türen des Supermarktes öffnen sich automatisch, Herrchen tritt ein und eilt zielstrebig zum Regal mit dem Produkt, das er beim Wocheneinkauf vergessen hatte.

Unterdessen wird es im Auto bereits wärmer. Keine Klimaanlage kühlt mehr. Benny dreht sich in seiner Box um und legt sich bequem hin. Herrchen ist ja gleich wieder da.

Im Supermarkt ist das Fach mit dem gewünschten Produkt leer. Ein Verkäufer holt die Ware aus dem Lager. Herrchen wartet.

Die Schokolade im Handschuhfach wird langsam weich. Auch Benny wird jetzt warm. Er beginnt ein wenig zu hecheln und setzt sich auf.

Der Supermarktmitarbeiter ist zurück. Herrchen eilt zur Kasse. Auf dem Weg dorthin spricht ihn ein wichtiger Kunde seines Unternehmens an. Ein kurzes Gespräch muss sein.

Benny fühlt sich unterdessen richtig erhitzt. Er hechelt stärker und beginnt nach Herrchen Ausschau zu halten. Von der frischen Luft, die durch das heruntergelassene Fenster kommen sollte, merkt er an diesem windstillen Tag nichts. Die Pfoten glühen, die Nase wird trocken.

Herrchen steht mittlerweile an der Kassenschlange. Sie ist nicht lang, gleich wird er dran sein. Doch in diesem Moment wechseln die Kassierer. Eine junge Mitarbeiterin löst ihren Kollegen ab, sie setzt sich, stellt ihre Kasse in die dafür vorgesehene Halterung, loggt sich ein, wechselt die Rolle mit dem Kassenbon-Papier, füllt Wechselgeld auf. Zeit vergeht.

Benny wird unruhig. Er hat großen Durst, ihm ist heiß, und auch der Boden seiner Box ist mittlerweile unangenehm warm geworden. Er beginnt auf und ab zu tigern, soweit es seine Box zulässt. Mit der Pfote scharrt er an der Tür der Box, doch natürlich bleibt sie verschlossen.

Eine Kundin, die einen aufwendigen Umtausch hatte, zählt nun sorgsam die einzelnen Cents aus ihrem Portemonnaie ab, um sie passend zu überreichen. Gleich ist Herrchen an der Reihe.

Die Schokolade im Handschuhfach ist flüssig geworden. Wie ein dunkler Bach läuft sie über die Warnweste und bildet am Boden des Handschuhfachs einen kleinen Schokoladensee. Benny legt sich erschöpft auf die Seite und hechelt flach. Nur mal kurz die Augen schließen …

Entsetzt reißt Bennys Herrchen die Tür auf. Er hebt seinen erschöpften Vierbeiner aus dem backofenheißen Auto, legt ihn in den Schatten, lässt sich von umstehenden Kunden des Supermarktes Wasser reichen, tropft es seinem Hund auf die Nase, durchnässt ein Handtuch und legt es ihm um die Pfoten. Langsam kommt Benny wieder zu sich. Ihm ist jetzt nicht mehr so heiß. Da ist Herrchen. Er hat es doch gewusst: Auf Herrchen ist Verlass. Der kommt zurück …

Damit kein Hund in diesem Frühjahr oder Sommer ähnliche Erfahrungen machen muss wie Benny, dessen Halter „nur mal kurz“ etwas im Supermarkt besorgen wollte, hat TASSO auch in diesem Jahr erneut die Aktion „Hund im Backofen“ ausgerufen. Helfen Sie uns, und klären Sie Hundehalter über die großen Gefahren auf. Alle Infos über „Hund im Backofen“, Tipps vom Tierarzt und Informationen zur rechtlichen Situation finden Sie hier: www.tasso.net/Hund-im-Backofen

Hier finden Sie zahlreiche Informationsmaterialien rund um unsere Aktion „Hund im Backofen“.

 
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TASSO-Newsletter
 Was tun, wenn ein Vierbeiner in Gefahr ist –

                     Aktion „Hund im Backofen“ von TASSO e.V.
 
Es ist ein Thema, das uns leider jeden Sommer aufs Neue begleitet, denn noch immer lassen viele Hundehalter ihre Tiere an warmen Tagen im Auto zurück. In diesem Jahr sind deutschlandweit deshalb schon mehrere Hunde im Auto einen grausamen Tod gestorben. Erst am vergangenen Sonntag mussten in Bensersiel an der Nordseeküste zwei Hunde aus völlig überhitzten schwarzen Autos gerettet werden. Unsere TASSO-Experten geben Tipps, wie Tierfreunde im Ernstfall helfen können. Zum Hintergrund: Schon ab Temperaturen von 20 Grad Celsius kann ein Auto zur tödlichen Gefahr für einen Hund werden. Das Fahrzeuginnere heizt sich binnen weniger Minuten auf extreme Temperaturen auf. Der Hund versucht, sich durch Hecheln Kühlung zu verschaffen, dabei verbraucht er allerdings sehr viel Wasser. Wenn er dieses Wasser nicht wieder aufnehmen kann, besteht die Gefahr eines Hitzschlages, an dem ein Hund sterben kann. Im Schatten parken, die Fenster etwas herunter zu lassen oder ein Schälchen Wasser ins Auto zu stellen reicht nicht aus, um die Sicherheit des Tieres zu gewährleisten. Auch „nur mal kurz etwas im Supermarkt zu besorgen“ kann für das Tier schon tödlich enden. Es gibt einige Anzeichen dafür, dass ein Hund einen Hitzschlag hat. Dazu gehören Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und eindeutige Erschöpfung. Ein Tier, das Symptome eines Hitzschlages zeigt, muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden. „Feuerwehr oder Polizei dürfen in solchen Situationen in jedem Fall eingreifen“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. „Aber auch verantwortungsbewusste Mitmenschen sollten sich für das Leben des Tieres einsetzen.“ Was ist zu tun?
    •    Steht das Auto auf einem Supermarktparkplatz o.ä., lassen Sie          den Halter ausrufen.
    •    Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr.
    •    Notieren Sie sich alle wichtigen Daten: Datum, Ort, Uhrzeit,          Automarke, Farbe und Kennzeichen.
    •    Dokumentieren Sie den Vorfall mit Fotos.
    •    Suchen Sie Zeugen, die die Geschehnisse bestätigen können

         und notieren Sie sich deren Telefonnummer und Anschrift.
    •    Erstatten Sie zur Sicherheit Strafanzeige wegen Tierquälerei.
Nur wenn die Situation für den Hund lebensbedrohlich ist und so eilig ist, dass Sie nicht länger auf Polizei oder Feuerwehr warten können, dürfen Sie den Hund selbst befreien. Dabei gilt es jedoch, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Denn: „Um das Tier zu befreien, müssen Sie fremdes Eigentum beschädigen“ gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu bedenken. Um so wenig Schaden wie möglich zu verursachen, sollte daher das Seitenfenster eingeschlagen werden.  Bei so einer Rettung müssen Sie aber leider damit rechnen,  dass der Fahrzeughalter Strafanzeige gegen Sie wegen Sachbeschädigung erstatten wird. „In diesem Fall können sich Betroffene auf den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB berufen“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Umso wichtiger ist es, Zeugen für den Vorfall zu haben und die Polizei zu verständigen. Wenn das Tier befreit wurde Wenn das Tier schließlich befreit wurde, sollte es entsprechend versorgt werden. Die für TASSO tätigte Tierärztin Dr. Anette Fach rät: „Bringen Sie das Tier in den Schatten, und kühlen Sie es vorsichtig für mindestens 30 Minuten ab. Beginnen Sie mit nasskalten Umschlägen, und arbeiten Sie sich von den Pfoten über die Beine, das Hinterteil und den Rücken bis zum Nacken hoch. Das Wichtigste ist eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf der Hund mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach müssen Sie das Tier zeitnah in einem gekühlten Auto zum Tierarzt bringen. Eine weitere Hitzebelastung sollte unbedingt vermieden werden. In der Tierarztpraxis sollte man sich sicherheitshalber anmelden, damit auch ein Tierarzt einsatzbereit ist. Die Behandlung beim Arzt besteht aus Infusionen, Medikamenten und eventuell auch Sauerstoffzufuhr.“ Kostenloses Informationsmaterial finden Sie unter www.tasso.net/hund-im-backofen
 
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